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Anwendungsmodus 'Langfrist-Simulation' PDF Drucken E-Mail

 

EROSION-2D wurde mit dem Ziel entwickelt, die Minderungswirkung von Erosionsschutzmaßnahmen insbesondere bei Eintritt kurzzeitiger Starkregen bewerten zu können. Erweist sich eine gewählte Maßnahme für diesen Fall als wirksam, kann vorausgesetzt werden, dass die Ab- und Eintragsgefährdung eines Standortes bzw. Oberflächengewässers nachhaltig verringert werden kann.

Für die Schätzung langfristiger Gewässereinträge, die Erstellung von Erosionsbilanzen oder die Schätzung von Nährstoffverlusten ist die Betrachtung längerer Simulationszeiträume sinnvoll (z.B. typisches Anbaujahr, charakteristische Fruchtfolge). Zu diesem Zweck kann EROSION-2D im Langfrist-Modus betrieben werden, welcher die kumulative Wirkung langfristiger Niederschlagsreihen berechnet. Durch Analyse und Vergleich der Einzelprognosen können insbesondere 'erosionskritische' Zeitfenster der Landnutzung identifiziert werden - eine notwendige Voraussetzung für die Entwicklung gezielter Schutzmaßnahmen!

Für den Betrieb im Langfrist-Modus ist - wie für die ereignisbezogene Modellierung - neben den Regendaten der jeweilige Bodenzustand zu Beginn eines jeden Starkregens mit sämtlichen Eingabeparametern festzulegen. Vor Beginn der Modellierungsarbeiten sollten insbesondere die erforderlichen Zeitreihen (z.B. Starkregendaten, Nutzungsabfolgen, Bodenfeuchteverlauf) festgelegt werden. EROSION-2D verfügt über mehrere Optionen, die es dem Anwender u.a. erlauben, die Lage der Wasserscheide und der Depositionsbereiche an die prognostizierten Erosions- und Akkumulationsraten anzupassen.